Online-Tauchshop Tauchausrüstung Tauchshop Tauchcomputer Tauchversand Tauchshop-Online Tauchversand Tauchershop Home | Kontakt | AGB | Sitemap | Impressum | Datenschutz
Versand | Zahlungsmittel | News | Kontakt & Beratung

Follow us on twitter! Find us on facebook! EDER + BERGER TV on youtube RSS-Feeds aus unserm Blog Sport EDER + BERGER Blog




Mein Konto:

E-Mail:

Passwort:


Sie wollen noch bequemer einkaufen und viele weitere nützliche Funktionen nutzen?

Dann melden Sie sich bei uns an.





PREISHAMMER:

Mares Smart Tauchcomputer mit Interface Dive Link
NUR 289,00€
Mares Smart Tauchcomputer mit Interface Dive Link
DETAILS ...


« zurück zur Übersicht

Atemregler Vereisung
 

Die allgemein vorherrschende Meinung, die Gefahr der Vereisung des Lungenautomaten bestünde nur im Winter oder bei Eistauchgängen ist nicht ganz korrekt. In unseren Breitengraden musst du auch im Sommer mit Verseisung rechnen – man spricht bereits ab Temperaturen von ca. 10°C von Kaltwassertauchen. Dass diese Temperaturen auch im Sommer, zumindest unterhalb der Springschicht erreicht werden können, weiß jeder, der sich schon mal in die finsteren Tiefen der heimischen Seen vorgewagt hat.

Wie kommt es eigentlich zur Vereisung des Lungenautomaten ?

Zunächst einmal erkennst du die Vereisung am Abblasen der 2. Stufe. Das heißt aber noch lange nicht, dass der Automat auch wirklich in der zweiten Stufe vereist ist. In einem Großteil der Fälle vereist die erste Stufe!

Stellt sich die Frage wie kommts? Ein Blick in die Physik sagt uns, dass sich Luft beim Entspannen abkühlt (adiabatische Expansion). Dabei kann die Temperatur kurzzeitig auf -20°C fallen, auch wenn im Umgebungsmedium keine Minustemperaturen vorherrschen. An Stellen im Lungenautomaten, wo diese kalte Atemluft nun mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, können sich Eiskristalle bilden. Diese eiskristallen können dann zu den folgenden Problemen führen:

Äußere Vereisung      

Betroffen hiervon sind meißt kolbengesteuerte Automaten. Wasser in der Wasserkammer wird gefrieren und den Kolben bzw. das Ventil blockieren. Da diese Blockade nur während der Einatemphase erfolgen kann (nur dabei kühlt ja die Luft ab) wird der Automat abblasen.  Er wird solange abblasen bis die Flasche vollkommen leer ist.

Innere Vereisung       

Voraussetzung für eine innere Vereisung ist eine relativ feuchte Atemluft in der Flasche. Die innere Vereisung tritt am Sinterfilter im Eingang der 1. Stufe des Lungenautomaten oder bereits am Sinterfilter des Flaschenventils auf, wenn dieser verschmutzt ist.   Die Feuchtigkeit kondensiert am Sinterfilter und bildet Eiskristalle, welche den Sinterfilter verstopfen können.  Der Lungenautomat kann dadurch blockieren – es kommt keine Luft mehr!

Risikofaktoren für eine Vereisung des Lungenautomaten

-       feuchte Atemluft (s. innere Vereisung)

-       falsche (feuchte) Lagerung des Atemreglers

-       falsche Handhabung des Automaten beim Abspülen

-       hoher Luftdurchsatz: gleichzeitig einatmen und Jacket befüllen aus der gleichen ersten Stufe

-       Automatencheck unter 0°C durch feuchte Atemluft à nur über die Luftdusche testen

-       je tiefer, desto höher das Risiko

Gibt es eine absolut sicheren Vereisungsschutz?

Diese Frage kann man ganz klar mit Nein beantworten, einen 100%-igen Vereisungsschutz gibt es nicht.

Wie kann man das Risiko reduzieren?

Benutze grundsätzlich nur kaltwassertaugliche Atemregler. Weitere Tipps:

  • Technische Maßnahmen

-       Verwende eine Flasche mit einem getrennt absperrbaren Doppelventil. Daran werden dann 2 komplette Lungenautomaten befestigt. Im Falle einer Vereisung wird dann der betroffene Abgang zugedreht und du tauchst mit dem 2. Lungenautomaten weiter. Nach ca. 2 - 3 Minuten hat sich die Vereisung normalerweise wieder gelöst und du kannst auch das zugedrehte Ventil wieder öffnen.

-       Lasse Deine Flasche nur in vertrauenserweckenden Tauchbasen füllen und behalte immer einen Restdruck von mind. 10 bis 20 bar in der Pressluftflasche.

-       Bringe deine Atemregler regelmäßig zum Service – meist jährlich.

-       Falls du einen Atemregler mit einstellbaren Injektor an der 2. Stufe hat, dann stelle ihn auf möglichst geringe Wirkung ein.

  • Taucherisches Verhalten

-       Vermeide einen hohen Luftdurchsatz (durch schnelle Atmung, gleichzeitiges Benutzen von Atemregler und Inflator). Versuche einen ruhigen Atemrhythmus unter Wasser herzustellen – auch wenn´s kalt ist …

-       Lagere und montiere dein Tauchgerät am besten nur in einer trockenen und warmen Umgebung

-       Wenn die Lufttemperatur unter der des Wassers liegt, beginne erst unter Wasser mit der Atmung durch den Lungenautomaten (den Automatencheck vor dem Tauchgang nur mittels Luftdusche)

-       Drücke beim Abspülen Deines Atemreglers auf keinen Fall die Luftdusche. Ebenso ist die 1. Stufe wasserdicht zu verschliessen. Geschieht dies nicht, kann Wasser in den Lungenautomaten eindringen und beim nächsten Tauchgang für Vereisung sorgen.

Was ist zu tun, falls der Automat wirklich vereist ?

Keine Panik – aus einem abblasenden Automaten kann man ohne Probleme weiteratmen. Verschließe bei der Atmung aus einem abblasenden Automaten nicht wie gewohnt das komplette Mundstück deiner 2. Stufe, sondern lasse die überschüssige Luft an der Seite entweichen. Halte dabei deinen kopf schräg, damit dein Gesichtsfeld nicht durch die Luftblasen zu sehr eingeschränkt wird. Wenn der Automat abbläst, steige auf deinen zweiten (getrennt am zweiten Abgang monierten) Automaten um und gib deinem Tauchpartner ein Zeichen. Dein Buddy schließt das betroffene Ventil.